Archiv | August, 2011

Viel Lärm um nichts

27 Aug

Eigentlich war dieses Wochenende geplant Wasserfällen entlang zu klettern, dieser Plan wird jetzt  auf ein anderes Mal verschoben.

Wegen der Visum Sache bin ich hier noch nicht viel weiter gekommen. Es heißt auf der einen Seite das es 6 Wochen dauern könnte mein Migration Status zu ändern, vielleicht aber auch weniger. Also viel Lärm um nichts.

Mein Praktikum bei LAMSA ist ganz angenehm. Die Mitarbeiter sind sympathisch und ich lerne dabei auch noch die eine oder andere Phrase in Mexikanisch-Spanisch.

Dann noch zu dem Ereignis zu letzter Woche von dem Ihr vermutlich in einem kleinen Artikel in der Rubrik „Sport“ gelesen habt. Jedenfalls habe ich diesen Artikel   „Spielabbruch in Mexiko nach Schüssen auf Polizei“  in dieser Rubrik auf der Webseite von Welt.de gefunden. Das Spiel und die Schießerei fand hier in Torreón statt. Das Stadium ist etwa 20 Minuten mit dem Auto entfernt. Das ganze Ereignis wurde bei mir wo ich wohne im Haus live übertragen. Zum Glück bin ich an dem Tag nicht im Stadion gewesen und Zuhause geblieben. Mir geht es also gut.

An dieser Stelle möchte ich mich mal einem kleinen Tool bedienen; eine Umfrage. Diese möchte ich dazu nutzen um von euch zu erfahren über was Ihr gerne etwas mehr erfahren möchtet. Denn ich könnte mich auf die Bandenkriege beziehen, aber vielleicht ist es euch weniger interessant und Ihr wollt lieber etwas mehr über das Familienleben, oder den Leuten in Mexiko, oder über meine Gedanken zur weltlichen Stellung Mexikos lesen. Ihr könnt aber auch selber ein Vorschlag einbringen indem ihr bei „Other“ das Thema was euch einfällt einfügt.

Ich will nicht Urlaubberechtigt sein!

20 Aug

Auf längeres war ich weg. Zu allererst in Durango das einer meiner Vorurteile über Mexiko gestrichen hat. Mexiko ein reines Wüstenland, geplagt von Sonne und übersät mit Kakteen. Das mit der Sonne stimmt, es regnet nicht wirklich viel hier. Reines Wüstenland? Nein. Durango ist ein wunderschöner Ort mit Bergen, Bäumen und Flüssen. Der Niederschlag dort ist auch deutlich höher. Nach Recherchen habe ich herausgefunden das Torreon auf Grund ihrer Lage zwischen den Sierra Madres nur wenig Regen abbekommt.

In Durango wurde eine Woche lang vergnügt ausgeruht, am Lagerfeuer gesessen, mit dem Quad gefahren und der Beginn der amerikanischen Footballsaison geschaut.

Mittlerweile wieder zurück in Torreon beginnt auch schon der Ernst des Lebens. Mein Zweck des Besuchs von Mexiko ist es mein Spanisch auf einen Topstand zu bringen. Denn wieder zurück in Deutschland werde ich „Tourism Management“ in Leeuwarden studieren und dachte das mir die eine oder andere Ergänzung einer Fremdsprache ganz gelegen kommt. Nun habe ich auch schon die ITESM Campus hier in Torreon gefunden und lieb gewonnen, aber leider will es mit meinen Einwanderungspapieren nicht ganz gelingen. Denn in meinen Unterlagen bin ich als Tourist eingetragen und darf demnach nur, ich zitiere:

„Status granted to those persons that enter Mexico for up to 6 months to enjoy the amenities that Mexico has to offer, as a tourist. They may not work (with or without remuneration and can not perform any activity that is normally considered of a lucrative nature).“

Also, eigentlich soll ich den Unterlagen nach nur auf der faulen Haut legen, die Kultur Mexikos bewundern, in einer Art wie z.B. an den Agaven herumschnuppern. Heute habe ich das Konsulat in Monterrey kontaktiert und warte auf eine Antwort, ob dieses Dilemma nicht umgehbar ist.

Bis dahin beschäftige ich mich solange bei LAMSA. Einem großen Farmwirtschaftlichem Unternehmen, unter dem auch John Deere ein Inbegriff ist. Zur Zeit halte ich mich hauptsächlich im bürokratischen Bereich auf, genau genommen im Abteil der Wirtschaftsprüfer. Ich sammle Rechnungen, fertige Kopien an und sortiere. Abwechslungsweise fahre ich auch mal mit Salesman zu einer Bauernfarm und schaue zu wie Bauern Traktoren vorgeführt werden, welche Leistungen Sie mit sich bringen usw..

Gleich findet eine Feier daheim statt, und dafür muss ich mich jetzt fertig machen.

Ranch und Haus

4 Aug

Gestern sind wir einen Bekannten der Familie auf seiner Ranch besuchen gegangen. Dort angelangt hat er uns seine ganze Pracht von Land gezeigt. Er besitzt in etwa über 30 Hallen mit denen er Hühner aufzieht, Bienen und eine Kuhfarm. Während der Rundfahrt bekam wir einen Anruf einer Sekretärin, dass ein Angestellter wohl ausgeraubt wurde. An jenem Ort an dem wir zurückfahren wollten. Einweisungen wie ich mich und mein temporär deutscher Freund (Gastbruder von meinem jetzigen Gastbruder Albert in Deutschland), ließen mich nicht unbedingt sicherer fühlen. Mit dem dicken Pick-Up Ford (Heavy Duty = Schwere Pflicht) und brisantem Tempo war aber doch schon für ein wenig mehr Sicherheit gesorgt. Es is zum Glück zu keinem Vorfall gekommen.

Bei unserer Rückkehr zum Haus habe ich mir dann endlich mal die Zeit genommen von dem wundervollen Haus Fotos zu machen. Die Dekoration ist hauptsächlich von der Mutter der Familie gestaltet worden. Manche dekorative Einzelheiten die sehr auf Herkunft von Deutschland, ließen mich vorerst auch staunen .. aber wiederum ein wenig an meiner Heimat erinnern. Die Oma mütterlicherseits ist Halb-Deutsche. Aber nun genug der Worte. Eine erneutige Diashow soll euch ein paar Impressionen vom Haus geben.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Untergrundiges

3 Aug Nähe Durango

Der Ausflug zum Jagdgebiet wurde kurzfristig abgesagt. Dafür sind wir zu einer ehemaligen Goldmine in Richtung Durango gefahren. Sie soll die größte in Mexiko sein. Groß war sie in der Tat. Am imposantesten war aber die lange Brücke. Beim Überschreiten bekam mich ein ungutes Gefühl der Unsicherheit, wenn sich einzelne Bretter zum Abschied bereit zu machen scheinen.

Heute war ich mit Freunden und meinen Gastbrüdern (Gastschwester derweil anderweit im Urlaub) zu einem Untergrundfluß. Wer den Film Sanctum gesehen hat, wird wissen wie ich mich gefühlt habe. Es war dunkel, man war auf seine kleinen Lampen angewiesen und durfte sich durch hüfthohes Wasser durchkämpfen. Das Tauchen blieb uns erspart, aber das Ungewisse, ob es vielleicht draußen regnen könnte, machte das Ganze interessant.

Morgen soll es dann zu einer Ranch gehen, wo wir auch eine Nacht bleiben werden.

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