Archiv | Oktober, 2011

Abdrift in deutscher Kultur

30 Okt Quinta Real

Diese Woche war ich mit Arbeitskollegen von John Deere in dem mexikanischen Bundesstaat Zacatecas. Die ersten Tage waren wir in der John Deere Filiale in der Stadt Fresnillo. Unsere Aufgabe bestand darin Lagerbestände zu überprüfen. In den Tagen bin ich auch einmal dazu berufen worden in die Nachbarstadt Río Grande zu fahren und Fotos von der Filiale für eine Kundenpräsentation zu schießen. Fresnillo ist bekannt für die großen Gold,- und Silberminen, einer der Minen habe ich mir auch angeschaut.

Die letzten beiden Tage bin ich mit einem der Kollegen dann zur Stadt Zacatecas, der Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaats. Vor Ort sind wir mit der Seilbahn, die die drittlängste der Welt sein soll (Schweizer Konstruktion), hoch zum Cerro de la Bufa und uns bot sich ein tolles Panorama.

Seilbahn

Seilbahn

Danach sind wir runter zum Stadtzentrum und sind zufällig Zeuge vom Ende des Rallye Rennens der Panamericanas geworden. Viele Leute, Presseleuten und alte Klassiker von Rennautos zierten die Straße vor einer Kathedrale. Das erste Auto was sich mir erblickt, ist ein Mercedes mit deutschen Flaggen versehen. Das kann ja kein Zufall sein denke ich mir. Wie ich die Straße mit meinem Kollegen dann runtermarschiere, fangen meine Ohren immer mehr deutsche Wörter auf. Ich freute mich wieder Deutsche zu sehen. Zwar nicht grad die Sorte von Deutschen die mir das Bild von Deutschland am liebsten prägt, aber immerhin. Denn solch Bierorgien wie es die Deutschen machen, kenne ich von keinem anderen Land. Unter den Deutschen ist auch der Starkoch Tim Mälzer. Ehrlich gesagt kannte ich ihn vom Sehen und Namen her, aber so direkt wollte mir nicht einfallen wofür er nochmal so berühmt war. Vielleicht aus dem Grund, weil es mich verwirrte ihn in einem Rennkostüm zu sehen. Zu dem Zeitpunkt fange ich an zu zittern, und ich weiß, es war nicht meine Nervosität einen Promi in Natura zu sehen. Es war vielmehr glaube ich der Entzug den ich hatte von der deutschen Kultur. Das hört sich zwar albern an, aber anders kann ich es mir nicht erklären.

Tim Mälzer

Ich mit Tim Mälzer

Auf dem Weg zurück zum Hotel sind wir dann bei dem bekannten 5-Sterne Hotel Quinta Real essen gegangen (s. Artikelbild). Das Hotel ist bekannt für Ihr Hotelzentrum was eine Stierarena darstellt. Nach den Tacos mal aus der etwas gehobenen Küche und ein Glas Wein ging es zurück zum Hotel. Dort haben mein Kollege und ich zum Ausklang des Abends dann das vorletzte Spiel der MLB Series zwischen den St. Louis Cardinals und Texas Rangers angesehen.

Nun bin ich wieder in Torreón und der Sonntag erwartet mich mit einem kleinen Konzertbesuch in einem Museum mit der Familie.

24 Rappeles

23 Okt

Das letzte Wochenende war Ich in der Nähe von Monterrey das erste Mal in meinem Leben Wasserfälle abseilen gegangen. Insgesamt ein Wochenende weg gewesen und in 12 Stunden den Fluß entlang geklettert, gesprungen, geschwommen und sonst mögliches. Ein wenig habe ich mich wie Lara Croft im Videospiel gefühlt, nur ohne die Speicherstände. Bilder könnt ihr der Slideshow entnehmen.

Morgen findet ein 10k Marathon in Torreón statt der von John Deere veranstaltet wird. Laufen werde ich nicht, aber mit einem Quad die Strecke abfahren mit meinem Gastbruder Alberto.

Ansonsten .. ich habe die letzte ganze Woche beim Football Training mitgemacht und fühle mich wieder lebendig wie eh und je. Es ist ein gutes Gefühl. Gedenke auf jeden Fall das weiterzumachen.

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Meine erste Geschäftsreise?

10 Okt

Ab morgen bin ich, wie meinem Tweet entnehmen zu ist, für eineinhalb Tage unterwegs. Und zwar bekomme ich eine kleine Reise durch die Industrien von John Deere in Coahuila spendiert (Busfahrt und Hotelaufenthalt). LAMSA ist ein Unternehmen was in ganz Coahuila vertreten ist für Verkauf von Traktoren und jegliches was mit Farmwirtschaft zu tun hat. Zum Beispiel Bewässerungstechnologie, welches im dürren Coahuila sehr angesagt ist.

Den letzten Mittwoch war ich mit meinem Gastvater bei einer Tomatenplantage zu Besuch. Sie fasste viele Mitarbeiter aus dem Süden Mexikos. Bilder sind der Diashow zu entnehmen. Apropos Diashow, in dieser Diashow könnt Ihr auch ein Bild von dem ITESM Campus und Bilder von dem LAMSA Gebäude, also meinem Arbeitsort, anschauen.

Des weiteren steht für das nächste Wochenende eine Tour durch Wasserfälle an, die es gilt abgeseilt zu werden.

Im November unternimmt meine Gastfamilie einen zwei-Wöchigen Urlaub nach Pittsburgh und Washington. Flugtickets sind bezahlt und die Vorfreude ist groß!

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Bin noch da!

2 Okt

Da war dieser eine Tag da ging ich mit Freunden durch die Straßen und hörten Schüsse. Für meinen Part war ich zuerst nicht erschrocken. Liegt wohl daran, wenn ich Schießereien höre, dass ich an die Jäger im Wald denke wenn ich mit meinen Hunden in Deutschland spazieren gegangen bin. Hier waren es nur nicht die Hasen, sondern Menschen.

Aber nun anderes. Die letzten beiden zwei Wochen waren unterhaltsam und ich bin ganz in Vergessenheit geraten dass ich auch noch einen Blog zu führen habe. Der Alltag hat mich hier in die Arme geschlossen und ich finde meinen Rhythmus. Mein Spanisch macht Fortschritte was das Verstehen betrifft, aber das Sprechen an sich ist noch schwer.

Ich war das eine lange Wochenende in Guadalajara, der zweitgrößten Stadt von Mexiko, und habe dort Städte wie Tequila (der Ort der Agaven) und Chapala (größte See mit 1685 km² in Mexiko).

Im November fahre ich mit der Familie für zwei Wochen in die Staaten und besuche Washington und Pittsburgh. Geplant sind die Niagara Falls zu besuchen und mehr.

Ich berichte wieder wöchentlich. Versprochen.

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