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Von adiós zu tot ziens

14 Feb

Ein Artikel, ein Satz, ein Wort ein etwas muss diesem Blog wohlgetan werden für einen krönenden Abschluss. Es ist bereits die zweite Woche hier in der Uni und es gefällt. Die Atmosphäre der Stadt und der Uni harmonisieren in einer schönen Art und Weise. Es ist teilweise besser als ich es erwartet habe bevor ich herkam.

Was ich so lernen muss ist „concise“, aus dem Englischen übersetzt, kurz das Gesagte zusammenzufassen. Das will ich jetzt versuche mit dem Inhalt meines Blogs.

Mein Blog fing an mit Vorbereitungen und schließlich den ersten Wochen in Mexiko in Cancun. Die meisten Höhepunkte sind in diesen zwei Wochen festgehalten worden. Zwei Wochen Spaß und Abenteuer mit Walhaien und schokoladigen Cocktails am Strand.

Danach die vier bis fünf Monate in Torreón und die Ausflüge zu anderen mexikanischen Städten wie Guadalajara, Monterrey und sogar in die Staaten nach Washington und Pittsburgh.

Was habe ich über dieses halbes Jahr gelernt würde mich wahrscheinlich eher interessieren als euch. Die Antwort, ich lerne immer etwas auf Schritt und Tritt wo ich bin, sei es unterbewusst oder bewusst. Das macht sich bemerkbar an kleinen Dingen wie Toleranz gegenüber der mexikanischen Kultur an der Lebensweise der Einwohner von Mexiko. Einzelheiten die sich nicht aus der Ferne wie in Deutschland bestimmen lassen. Geschweige von den Artikeln die nicht mal wahrheitsgetreue Berichte schreiben können ohne es wie einen überdramatischen Skript für die Mittagssendungen von RTL. Da lässt sich schon gar nicht ein wichtiges Thema wie beispielsweise die Schießerei am Corona Stadium in Torreón der Santos ernstnehmen.

Es ist also bereits über einen Monat her seitdem ich wieder zurück bin und ich lebe die Gegenwart. Ich selber werde mir meine Artikel immer wieder selbst durchlesen um mir vergessene Momente wieder ins Gedächtnis zu rufen.

 

Ich danke meiner Familie für jegliche Unterstützung und vor allem der Sanchez Familie für die Gastfreundschaft, Geduld und Herzlichkeit für mich.

 

Liebe Grüße,

Tobias Amberger

 

„Daheim“ neu definieren

9 Jan

Mein Rückflug fiel etwas happig aus. Mein Koffer hatte drei Kilo Übergewicht. Das war mir bereits vor der Abreise klar. Im Flughafen von Cancun bei der Fluggesellschaft Condor wurde mir aber mein Handgepäck auch gewogen, was mir noch nie passiert ist und mir eine Lehre sein sollte. Zwölf Kilo Übergewicht hatte mein Handgepäck plus Laptoptasche. Summe? Um die 300 saftige Euro. Also bemühte ich mich noch von jeglichem Kleinkram in meinem Koffer zu verabschieden. War also gerade dabei die Sachen in den Müll zu schmeißen, kommen Mexikaner an und machen sich meine Sachen zum Eigen. Also wurde aus meiner Aussortierung von Kleidung, Büchern und Kosmetika zu einer Wohltätigkeitsveranstaltung. Am Ende bin ich acht Kilo losgeworden und habe etwas mehr als 100 € gespart. Es war ärgerlich. Viele Touristen werden ausgenommen wegen ihrer Unwissenheit wegen des Handgepäcks. Condor ist sich wohlsten darüber im Klaren dass Touristen selten mit weniger Klamotten zurückfahren als hin. Man bedient sich jeder Mittel um an Geld ranzukommen, es bleibt niemanden erspart.

Mittlerweile bin ich wieder in Deutschland und der Alltag hat mich wieder. Es hat sich vieles geändert, denn nun sitze ich in dem Wohnzimmer eines neues Zuhauses, aber zugleich habe ich gestern eine Wohnung in Holland unterschrieben die zugleich mein neues Zuhause für die nächsten vier Jahre sein soll. In der zweiten Woche von Februar beginnt mein Studium und bis dahin nutze ich noch die Zeit für Freunde und nebenbei anderen Formalien die ich noch erledigen muss, um unnötige Fahrereien von Holland nach Deutschland zu vermeiden.

 

EXP + 10

2 Jan

Letzter Tag in Mexiko .. oder vorletzter eigentlich, denn bei meinem Heimflug morgen darf ich eine halbe Ewigkeit auf den Weiterflug von Cancun nach Deutschland warten. Was mich theoretisch um einen weiteren Tag in Mexiko bleiben lässt – also vorletzter Tag.

Zunächst aber erst einmal zu den zwei letzten Wochenenden welche in der Natur verbracht wurden. Das Wochenende vor zwei Wochen verbrachte ich mit Alberto, seinem Vater, dessen Bruder und zwei altbekannten in nähe der „La Presa“. Mein drittes Mal in dieser Gegend. Das erste Mal mit Quads durch die Pampa, das zweite Mal die Felsen hochklettern und das dritte Mal nun erneut mit Quads auf eine Ranch und später auch mit einem Schnellboot über den See der La Presa. Tiere blickten sich dort aber nicht und das bepicksen lassen von sämtlicher fieser Flora war für die Katz. Die Gegend war es aber lohnenswert hinzufahren, denn der Ausblick von unserem Lagerplatz war wunderschön.

Lagerplatz

 

 

 

 

 

 

 

Das letzte Wochenende bin ich mit dem Vater und einem erfahrenen Freund in Sachen Jagen nach Chihuahua hoch gefahren. Dort waren wir auch relativ erfolgreich .. also eigentlich nicht genau betrachtet der Anzahl erlegter Beute, weil das kann ich Grünschnabel gar nicht beurteilen. Jedenfalls haben wir ein Stinktier, ein Reh, einen Fuchs (im spanischen „Zorra“) und einen Kojoten erlegt. Der Kojote ging auf meine Kappe. Für mich war dieser erfolgreiche Moment als ich gelernt habe wie mit der Beute umzugehen ist. Etwas kam ich mir vor wie in einem dieser Spiele indem man etwas ausübt und mit EXP (Kürzel für Experience) belohnt wird. Für mich fühlte es sich das so an als ich dem Kojoten seinen Schweif entnommen habe und das Reh gehäutet, ausgenommen und das Fleisch gelernt habe zu konservieren. Vielleicht auch EXP +1 für Willenskraft meines Magens…

Aber diese EXP die ich jetzt mal weiterhin als Erfahrung nennen möchte, lassen sich auch auf meinen halbjährigen Aufenthalt übertragen. Vieles neues habe ich gelernt .. mich durchwanderte kürzlich auch so ein Spruch den ich einmal nachgegoogelt habe weil ich dachte den hätte ich mal gelesen; „Wenn ich etwas gelernt habe, dann ist es dass es immer etwas zu lernen gibt.“. Tatsächlich gibt es diesen Spruch noch gar nicht .. ein Zitat der jetzt künftig mit meinem Namen zitiert wird?? Jedenfalls bedeutet mir dieser Spruch viel. Man lernt jeden Tag ein und aus. Das ist es was mich beim Reisen so antreibt, aus seinem Alltag in seinem eingegrenzten Blickfeld auf die Welt heraus kommen und eine andere Perspektive einholen. Es sind nicht nur politische Dinge die mich beschäftigen, sondern auch jegliche Kleine wie die soziale Gesellschaft und der Trieb der Leute vor Ort. Neben alldem kann man sich auch meine Spanischkenntnisse um einen Sprung nach vorne sehen lassen. Also es ist noch weit weg vom flüssigen Sprechen .. ach es ist jedenfalls besser als das Spanisch das ich zu Beginn meines Aufenthalts hier hatte!!

Dann noch die Weihnachtstage. Also es hat sich herausgestellt dass Weihnachten doch am intensivsten in Deutschland gefeiert wird. Das liegt einfach daran weil nun mal Schnee dazu gehört zum Dezember und keine Plus Grade … nein Scherz .. in Deutschland hat es ja soweit ich weiß auch nur geregnet also ist mein Argument ungültig. Es ähnelt sich schon dem Weihnachtsritual in Deutschland. Man geht in die Kirche, trällert ein paar Weihnachtslieder, isst zu Abend und stürzt sich auf die Bescherung. Man fühlt sich aber immer am wohlsten mit seiner Familie und das macht Weihnachten schließlich aus. Zusammen mit der Familie sein .. und ich weiß das noch sämtliche Jahre mit meiner Familie auf mich warten. Ich habe es mir aber gerne angesehen wie es bei anderen Familien ist.

Ja und Silvester? Komische Tradition, ein Glas voll unfertigem Wein .. also mit Trauben musste in der ersten Minuten des Neujahrs verputzt werden um seinen Entschluss für das neue Jahr bekräftigen zu dürfen. Keine Feuerwerkraketen, aber dafür mit einer Pistole etwas in die Luft knattern. Wegen der hohen Sicherheitsstufe sind die Raketen nicht mehr so beliebt wie früher.

 

 

 

 

 

 

 

Nun weiß ich noch gar nicht ob ich mit diesem Artikel meinen Blog schließen werde? Denke mir aber gerade das es Leute interessieren dürfte wie es mir ergeht wenn ich wieder zurück in den Alltag in Deutschland versuche mich zu integrieren. Deswegen werde ich mein Blog wohl voraussichtlich noch bis Ende Januar führen. Also bis nächstes Wochenende.

PS: Den Artikel hatte ich heute morgen angefangen zu verfassen und bin gerade dabei ihn zu vollenden. Heute ist allerdings noch etwas ereignisreiches passiert. Ich selber war nicht dabei, aber Alberto wurde heute Opfer eines Hijacking. Mit einer Pistole bedroht musste er den Pick-Up seines Vaters übergeben. Ihm geht es gut, aber ein kleiner Schock für die Familie besteht. Etwas was in Torreón nicht fremd ist, ich bin froh nicht davon betroffen gewesen zu sein in meinem halben Jahr.

Everyday

22 Dez

Mir fiel diese Idee ein, einen Artikel zu verfassen über diese alltäglichen Dinge die ich wöchentlich zu mache, denn ich muss mir immer wieder bewusst machen dass gerade die alltäglichen Dinge etwas besonderes sind und auch nicht ewig anhalten. Genau so wie es mit dem Kapitel Schule ist, es scheint nie zu Ende zu gehen und doch geht es zu Ende. Schon bald ist es wieder Weihnachten und für mich bedeutet das gleichzeitig auch schon langsam die Dinge zusammen zu packen .. na ja ich werde ja sowieso wieder mit dem Packen erst am letzten Tag anfangen .. also gut .. zum eigentlichen;

7.00 Uhr – Ich werde für die Arbeit erst um kurz vor neun abgeholt, aber Ricky und Alberto müssen etwas zeitiger los weil Sie noch Schule haben. Stehe also auf und mache das 15.te Türchen des Lindt Kalendars auf dass mir Mama geschickt hatte. Drinne war ein gebündeltes Päkchen Napolitains Schokolade. Genüsslich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7.20 Uhr – Die Morgendämmerung .. 16° Grad sind nun nicht wirklich die Temperatur die ich im Dezember gewohnt bin. Auch jetzt an dem 21. Dezember gibt mir dieses Klima nicht wirklich das Gefühl von Weihnachtszeit. Wären da nicht die Weihnachtsdekoration würde ich Weihnachten wohl sogar ganz überschlafen.

 

 

 

 

 

 

7.25 Uhr – Gefrühstückt wird in der Küche mit dem Essen frisch von der Pfanne. Heute gibt es Rührei mit Bohnenpüree und einem Glässchen Milch. Lecker. Im selben Moment verabschiede ich mich von Ricky und Alberto.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

7.35 Uhr – Es bleibt mir also noch Zeit. Also Morgenpost lesen und duschen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9.00 Uhr – Javier, der Bote von LAMSA steht vor der Tür  mit seinem alten Lader. Das Aussehen des Autos lässt auch einen Autolaien wie mich wissen das es die beste Zeit längst hinter sich. Aber über die Zeit habe ich vertrauen zum Auto aufgebaut und verlasse mich stets auf eine sichere Fahrt .. also abgesehen von dem nicht funktionierenden Anschnallgurt. Bis zur Arbeit braucht es etwa 10 Minuten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9.15 Uhr – Dann bereite ich mir erst mal ein Kaffee zu und schau wie die Lage ist, ob es  Arbeit gibt. Was aber nicht der Fall ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

9.30 Uhr – Dann dachte ich mir vertreibst du dir die Zeit  mal indem du ein Besuch bei deinen anderen Arbeitskollegen im Finanzabteil machst, bei denen ich zuallererst gearbeitet habe.

 

 

 

 

 

 

 

9.45 Uhr – 10.20 Uhr – Bin ich wieder im Lager und es stellt sich heraus dass der Gabelstapler mal wieder etwas rumbockt. Das Problem war in Kürze dann aber auch schon behoben und wir konnten rechtzeitig als die erste Ware eintrifft verladen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

10.30 Uhr – 11.30 Uhr – In einer Stunde wurden die ganzen Items in Teamwork auch schon in die Regale sortiert. Es läuft immer so ab dass Itemlisten den Paketen entnommen werden, zum Durchchecken in ein Büro gebracht werden. Danach entpacken wir die Items und mittels kleiner Zettelchen, die mit Lokationsnummer versehen sind, können wir sie entsprechend in Regale einräumen. (Es sieht zwar mehr so aus als würden wir die Items rücklings in die Regale schmeißen, aber tatsächlich werden auch noch so kleine Schrauben in diesem „Chaos“ wiedergefunden.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

12.00 Uhr – Über den Tag kommen dann immer wieder solcher Lieferungen an .. von Tag zu Tag mal weniger und mal mehr. Luís hat heute Geburtstag und gibt all den Angestellten ein Stück Kuchen aus. Von dem genehmige ich mir nun auch einen.

 

 

 

 

 

 

An dem Morgen haben die Angestellten in der Werkstatt ein kleines Welpen gefunden und über den Tag versorgt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

14.00 Uhr – Mittagspause. Ich mache mich mit Luís gemeinsam wieder auf den Weg nach Hause.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

15.00 Uhr – Die Familie und ich fahren zu einem Golf-Club und essen dort zu Mittag anlässlich seines Geburtstags.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Danach sind wir zurück und ein paar Stunden später indenen ich mich nur etwas hingelegt habe und frisch gemacht habe, kamen Verwandte und Freunde der Familien zu uns nach Haus und haben gemeinsam zu Abend gegessen. Somit ging dann der Tag auch schon zu Ende.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Tag verläuft wie Ihr sehen könnt sehr bunt. Ich wollte diesen Artikel schon früher hochladen, war aber das Wochenende mit Luís, Alberto und Freunden bei der La Presa und haben dort drei Tage verbracht. Dazu schreibe ich aber nochmal was.

Jungfrau von Guadalupe

13 Dez

Montag, der Tag der Mutter Gottes oder auch bekannt in Mexiko unter dem Begriff Jungfrau von Guadalupe. Ich würd mich nicht wagen es zu vergleichen mit dem deutschen Schützenfest im Rheinland, aber ähnlich sieht es schon aus. Musik, bunte Kleider und Dekorationen der Straßen.

Nun sitze ich hier um mir das “Monday Night Football Game” Rams vs. Seahawks mir anzuschauen. Cardinals sind natürlich meine NFL Favoriten, aber in diesem Spiel wünsche ich mir einen Sieg der Rams. Aus dem Grunde damit den Cardinals ermöglicht wird sich für die Finalrunden zu qualifizieren. Dabei trinke ich das mir liebgewordene Getränk Tomatensaft mit Bier.

Iiiiiiih … ja das habe ich auch zuerst gedacht als mir das erste Mal diese Kombination entgegengestreckt wurde. Es war vorerst auch weniger lecker, aber mit der Angewöhnung schmeckt mir es nun sogar ganz gut. Unter Alkoholikern nennt sich die Kombination wohl auch das Morgengetränk für den Mann … na soweit werde ich es wohl nicht kommen lassen wollen.

Jeder mag gerne behaupten wie schnell die Zeit doch vergeht, was jedermann wohl an meiner Stelle in diesem Moment tun würde. Wenn ich dennoch an all das Passierte zurück denke; Cancun, Guadalajara, Durango usw., habe ich doch schon einiges erlebt und kann mich auch kaum beschweren. Die Erde dreht sich nun einmal und es geht weiter. Ich freue mich sogar auch schon auf das was mich in Deutschland erwartet. Drei Wochen sind es nun nur noch .. in der kurzen Zeit kann sich noch viel tun.

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