Piñata

7 Dez

Ein klitzekleiner Traum hat sich erfüllt dieses Wochenende, indem ich endlich mal in einem Footballspiel mitmachen konnte. Sonst kam mir immer die knappe Zeit dazwischen. Seit 2006 hatte ich diesen Traum als ich das erste Mal Football in einem Team mitgespielt habe mit den Düsseldorf Panthers. Die komplexe Art von Spielzügen die mir allesamt fremd waren, ließen mir nicht die Zeit, bis zu meiner einjährigen Reise nach Arizona, ein Funken von Verständnis von diesem System zu erarbeiten und im Spiel zum Einsatz zu kommen. In Arizona dann war wiederum das Problem dass ich zu Mitte der Saison eintraf und nach den bereits gelaufenen Try Outs keine Spieler mehr zum Einsatz kommen durften. Wieder zurück in Deutschland hat mich das Abiturleben gepackt und .. ihr könnt es euch denken.

So viel zu meiner Vergangenheit zu meiner anwachsenden Leidenschaft zu Football. Das Spiel am Wochenende war zugleich auch das letzte, also das Finalspiel. Mein Team hat gewonnen und es wurde entsprechend gefeiert.

Apropos gefeiert hat auch LAMSA. Am Samstag gab (wer auch immer) eine Party für die Angestellten aus. Es war eine amüsierende Veranstaltung mit musikalischer sowie witziger Unterhaltung. Zum ersten Mal durfte ich mich an der Piñata versuchen. Der runden Kartonagenkugel, gefüllt mit Konfetti und Süßigkeiten sämtlicher Art. Wie ich mich angestellt habe, könnt ihr dem Bild unten entnehmen.

Es sind nun schon keine Monate mehr bis zu meiner Rückkehr nach Deutschland.

Washington D.C. & Pittsburgh (Gotham City?)

28 Nov

Die Woche stichpunktartig mal zusammengefasst;

– Letzten Freitag Nachmittag losgefahren mit Freunden der Familie in Richtung Monterrey und im Holiday Inn eine Nacht verbracht. In aller Herrgottsfrüh, also vier Uhr, ging es dann zum Flughafen. Von dort über Houston nach Pittsburgh geflogen. Früh abends angekommen und einen Ford Van zwölf Sitzer gemietet und damit noch am selben Tag nach Washington D.C.. Einen Abstecher zum Essen in West Virginia gemacht und spät abends in Washington D.C. im Hilton Garden Inn eingecheckt und einen Spaziergang zum Weißen Haus gemacht, welches in der Nähe liegt.

– Von Sonntag bis Mittwoch neben Shopping ein paar der Smithsonian Museen angesehen, Denkmäler (u.a. Lincoln Memorial) und das Arlington National Cemetry besucht.

– Die verbleibende Woche waren wir dann in Pittsburgh und haben uns die Stadt angesehen, die bereits recht weihnachtlich dekoriert war. Am Thanksgiving den Donnerstag gingen wir in einem schicken Lokal essen. Wir wurden darüber informiert dass das Restaurant außerdem für den neuen Batman Film genutzt wurde. Pittsburgh als Gotham City – hohe Gebäude und dunkle Eckchen, passt.

– Der Tag nach dem Thanksgiving ist berüchtigt unter dem Namen Black Friday. Dem durfte ich bereits einmal Zeuge sein als ich 2007 als Austauschschüler unterwegs war und in Kalifornien mit meiner Gastfamilie in einem Geschäft mit anderen Hunderten Schnäppchenjäger shoppen gegangen sind. Weil mir nicht groß nach Shoppen zu Mute war, nutzte ich den Tag für mich alleine und besichtigte das Universitätsgelände von Pittsburgh und Downtown.

– Den Tag danach sind wir dann auch schon wieder zurück und so schnell ging die Urlaubswoche zu Ende.

Ich bin jetzt wieder in Torreón und es verbleibt nur noch etwas mehr als ein Monat bis ich wieder zurück nach Deutschland fliege.

In Pittsburgh habe ich mir Handschuhe und etwas warmes zu anziehen besorgt und freue mich schon wieder auf das morgige Football Training. Ich habe mir vorgenommen mindestens einmal in einem Spiel zum Einsatz zu kommen. Bisher habe ich in Deutschland und in der High School in Arizona Football gespielt. Doch jedes Mal war die Zeit ungelegen und ich schaffte es nie mich vollstens einzuarbeiten. Hier ist es aber etwas einfacher und ich bin zuversichtlich endlich mal etwas Gametime zu bekommen.

Bohemian Rhapsody

16 Nov

Drei Monate ist es her als ich das erste Mal die „Presa“, zu Deutsch Staudamm, in der Nähe von Torreón besucht habe. Dieses Mal sind wir dorthin gefahren um kleine von 15 Meter – 70 Meter Felswände hochzuklettern. Ich selber hab mich etwas zur Ruhe gelegt. Höhen sind nicht mein bester Freund und nach klettern war mir dieses Mal auch nicht die Lust gegeben. Ich war auch nicht allein und mit mehreren Bohemians, die zufällig kennen gelernt wurden, habe ich mich auf die Wiese gelegt und das schöne Wetter genossen. Die „Bohemians“ sind ganz normale Leute mit einer gewissen Vorliebe zur Natur. Kurz; Sie gehen gerne raus, gehen campen und musizieren gemeinsam. Insgesamt war der Ausflug sehr erholsam.

Die nächste etwas größere Reise steht nun auch schon sehr bald an. Am Freitag geht es los in die USA.

Nun mache ich mich auf den Weg zum Football Training. Das erste Mal nach drei Wochen die ich in Zacatecas und auf Grund von Grippe pausieren musste.

Der Kaktus zieht sich warm an

6 Nov

Die Woche steigt ein in den November und die Temperatur passt sich dementsprechend an. Morgens ist es kalt und trocken. Resultat? Grippe, mit der ich mich bis heute herumplagen muss. Mittels Kamillentee mit Honig und Zitrone, Feuchthaltung des Zimmers und Verschreibung von Medikamenten fängt es aber an mir wieder besser zu gehen.

Viele Neuigkeiten gibt es nicht. Habe mich um die ESTA Reisegenehmigung gekümmert, und damit habe ich mir den Ausflug in die USA abgesichert. Nur noch zwei Wochen bis zum Ausflug nach Pittsburgh und Washington mit der Gastfamilie.

Die Anzahl „Zwei“ sind es auch genau in Monaten dass ich wieder zurück in Deutschland sein werde. Die Zeit verging wie im Fluge wie man so schön sagt. Aber ich fange jetzt noch nicht an darüber nachzudenken und genieße des weiteren die Zeit vor Ort.

Es heißt aber jetzt schon nach einer Wohnung suchen und sonstiges was mich schon den Alltag daheim ankündigen lässt. Mit gemischten Gefühlen und der Erkenntnis das alles anders sein wird daheim, freue ich mich nervös auf das was die Welt mir noch alles zu bieten hat.

 

Abdrift in deutscher Kultur

30 Okt Quinta Real

Diese Woche war ich mit Arbeitskollegen von John Deere in dem mexikanischen Bundesstaat Zacatecas. Die ersten Tage waren wir in der John Deere Filiale in der Stadt Fresnillo. Unsere Aufgabe bestand darin Lagerbestände zu überprüfen. In den Tagen bin ich auch einmal dazu berufen worden in die Nachbarstadt Río Grande zu fahren und Fotos von der Filiale für eine Kundenpräsentation zu schießen. Fresnillo ist bekannt für die großen Gold,- und Silberminen, einer der Minen habe ich mir auch angeschaut.

Die letzten beiden Tage bin ich mit einem der Kollegen dann zur Stadt Zacatecas, der Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaats. Vor Ort sind wir mit der Seilbahn, die die drittlängste der Welt sein soll (Schweizer Konstruktion), hoch zum Cerro de la Bufa und uns bot sich ein tolles Panorama.

Seilbahn

Seilbahn

Danach sind wir runter zum Stadtzentrum und sind zufällig Zeuge vom Ende des Rallye Rennens der Panamericanas geworden. Viele Leute, Presseleuten und alte Klassiker von Rennautos zierten die Straße vor einer Kathedrale. Das erste Auto was sich mir erblickt, ist ein Mercedes mit deutschen Flaggen versehen. Das kann ja kein Zufall sein denke ich mir. Wie ich die Straße mit meinem Kollegen dann runtermarschiere, fangen meine Ohren immer mehr deutsche Wörter auf. Ich freute mich wieder Deutsche zu sehen. Zwar nicht grad die Sorte von Deutschen die mir das Bild von Deutschland am liebsten prägt, aber immerhin. Denn solch Bierorgien wie es die Deutschen machen, kenne ich von keinem anderen Land. Unter den Deutschen ist auch der Starkoch Tim Mälzer. Ehrlich gesagt kannte ich ihn vom Sehen und Namen her, aber so direkt wollte mir nicht einfallen wofür er nochmal so berühmt war. Vielleicht aus dem Grund, weil es mich verwirrte ihn in einem Rennkostüm zu sehen. Zu dem Zeitpunkt fange ich an zu zittern, und ich weiß, es war nicht meine Nervosität einen Promi in Natura zu sehen. Es war vielmehr glaube ich der Entzug den ich hatte von der deutschen Kultur. Das hört sich zwar albern an, aber anders kann ich es mir nicht erklären.

Tim Mälzer

Ich mit Tim Mälzer

Auf dem Weg zurück zum Hotel sind wir dann bei dem bekannten 5-Sterne Hotel Quinta Real essen gegangen (s. Artikelbild). Das Hotel ist bekannt für Ihr Hotelzentrum was eine Stierarena darstellt. Nach den Tacos mal aus der etwas gehobenen Küche und ein Glas Wein ging es zurück zum Hotel. Dort haben mein Kollege und ich zum Ausklang des Abends dann das vorletzte Spiel der MLB Series zwischen den St. Louis Cardinals und Texas Rangers angesehen.

Nun bin ich wieder in Torreón und der Sonntag erwartet mich mit einem kleinen Konzertbesuch in einem Museum mit der Familie.

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